„Gesunde und motivierte Beschäftigte erreichen eine höhere Arbeitszufriedenheit, sind belastbarer und leistungsfähiger. Aus diesem Grund setzen die Betriebe auf ein umfassendes Gesundheitsmanagement.“ erklärt Bertram Brossardt, der Hauptgeschäftsführer der bayerischen Metall- und Elektroarbeitgeber in der Süddeutschen Zeitung vom 24.11.2011.
Auch im Sozialbereich setzt sich die Erkenntnis durch, dass „…eine gesunde Unternehmenskultur untrennbar mit gesunden und sicheren Arbeitsbedingungen verknüpft ist…“, wie der Hauptgeschäftsführer der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege Prof. Dr. Stephan Brandenburg anlässlich der Preisverleihung des Wettbewerbs „Bester Arbeitgeber im Gesundheitswesen 2011“ am 27. Januar 2011 betont (Mitteilung der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege 2/2011).

Beim Wettbewerb „Beste Arbeitgeber im Gesundheitswesen 2011“ gibt es viele Kriterien, die zur Auszeichnung betragen. Zentral aber ist die Schaffung eines Arbeitsklimas, das am Wohlergehen der MitarbeiterInnen ausgerichtet ist.

Auch im Bundesgesundheitsministerium hat man den Wert von betrieblicher Gesundheitsförderung erkannt und will diese stärker fördern. Gesundheitsminister Bahr zeichnete Unternehmen aus, die auf die Gesundheit ihrer MitarbeiterInnen setzen (Süddeutsche Zeitung vom 1. Dezember 2011).

Betriebliche Gesundheitsförderung ist ein wesentlicher Teil der Unternehmenskultur und soll die MitarbeiterInnen in ihrem Verhalten am Arbeitsplatz, beim Umgang mit Stress und der Entwicklung einer gesunden „Work-Life-Balance“ unterstützen. Neben Führungsstil, Arbeitsorganisation und Arbeitsatmosphäre spielen gute und stabile Beziehungen zu Vorgesetzten und KollegInnen eine große Rolle und wirken ausgleichend auf emotionale Belastungen und Erschöpfungstendenzen bei MitarbeiternInnen.

Die Konzentrative Bewegungstherapie (KBT) als Baustein einer erfolgreichen Gesundheitsförderung ist eine Methode, bei der Körperwahrnehmung und Bewegung als Grundlage für Denken, Fühlen und Handeln genutzt werden. Die achtsame Selbstwahrnehmung wird angeregt, die Selbstwirksamkeit und Erholungsfähigkeit gefördert.
Körpersignale frühzeitig wahrzunehmen und angemessen darauf zu reagieren, ist eine wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Stressreduktion. Wichtig ist dabei, die individuellen Stressmuster zu erkennen und die Veränderungsmöglichkeiten im Arbeitsalltag zu entdecken und zu erproben. Die KBT wird seit vielen Jahren erfolgreich z. B. im LehrerInnencoaching und in der Burnout-Prophylaxe für MitarbeiterInnen auch aus psychosozialen Bereichen eingesetzt.